Stefan Ringer neuer Stadtverordnetenvorsteher

Stefan Ringer (SPD) ist der neue Stadtverordnetenvorsteher. Er löst damit Rudi Schmitt von der LWG/CDU ab. Mit 21 Ja-Stimmen, vier Gegenstimmen und fünf Enthaltungen wählte ihn das Gremium in dieses Amt. Traditionell schlägt die Fraktion mit den meisten Sitzen im Stadtparlament den Kandidaten für den Posten vor – erstmals seit Jahrzehnten handelt es sich dabei um die Sozialdemokraten. Gegenvorschläge wurden nicht gemacht. Allerdings beantragte Barbara Roth (LWG/CDU) eine geheime Abstimmung – ursprünglich war eine Wahl per Handzeichen vorgesehen. Die hessische Gemeindeordnung überlässt die Entscheidung über den Ablauf dieser Wahl den kommunalen Gremien
selbst. Stellvertreter sind Ringers Vorgänger Schmitt sowie Harald Stanka
(SPD) und Martin Krey. Der neue Stadtverordnetenvorsteher forderte
die Mitglieder des neuen Gremiums auf, gemeinsam am Wohle der Stadt Lindenfels zu arbeiten: „Verschiedene Meinungen sollen nicht zu Streit, sondern zu konstruktiven Entscheidungen führen.“ Mit den Bemühungen zur Rettung der medizinischen Versorgung, der Suche nach einem Standort für das Feuerwehrgerätehaus sowie der angestrebten Sanierung des Lindenfelser Schwimmbads gebe es genügend Sachthemen, die vernünftige Entscheidungen erforderten. Koalitionen gibt es in der Stadtverordnetenversammlung nicht, die Fraktionen bilden die Mehrheiten je nach Sachthema. Ringer nutzte auch die Gelegenheit, um seiner Freude über die Eröffnung des neuen Nahkauf-Supermarkts in Lindenfels Ausdruck zu verleihen. In dem neuen Supermarkt werden Menschen mit Behinderungen eine Anstellung finden – ein derartiges Integrationsprojekt gibt es im gesamten Kreis Bergstraße nicht. „Ich bin froh, dass diese Lücke
in Lindenfels geschlossen wird, sagte Ringer.